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GEWIDA
Orthopädische Praxis
Dr. med. Adrian Chinta
Dr. med. Jochen Bredel

Mornewegstraße 32
64293 Darmstadt

Telefon: 06151 - 17 87 66
Telefax: 06151 - 27 83 451
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Sprechzeiten mit Terminvereinbarung

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Mi 7.30 - 13.00 | 14.00 - 16.00
Do 8.30 - 13.00 | 15.30 - 19.00
Fr 7.30 - 13.00
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Bitte vereinbaren Sie grundsätzlich einen Termin. Das ist zur Vermeidung unnötig langer Wartezeiten unbedingt erforderlich. Notfälle behandeln wir selbstverständlich mit absoluter Priorität.

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Narconet Rhein-Neckar
Schulterluxation
Schulterverrenkung
Die Schulterluxation, so nennt man das Herausspringen der Schulter aus der Gelenkpfanne, ist in der Regel ein traumatisches Ereignis (Unfallereignis), bei dem die Schulter, oft in Narkose, durch den Arzt wieder eingerenkt werden muss. Dabei wird der Gelenkpfannenrand heruntergedrückt, wie bei einem Rad der Reifen von der Felge. Die Schulterluxation führt bei jüngeren Menschen (bis 45 Jahre) häufig zur Verletzung des Gelenkpfannenrandes (Labrum glenoidale). Ältere Menschen (über 45 Jahre) erleiden eher eine Ruptur der Gelenkkapsel, sodass operative Maßnahmen seltener sind, weil diese Verletzungsform eine größere Chance konservativer Ausheilung besitzt. In etwa 35 Prozent der Fälle kommt es zur knöchernen Schädigung des Oberarmkopfes (Hill-Sachs-Delle) und in 10 Prozent zur knöchernen Schädigung der Pfanne (Bankart-Läsion).

Zur Diagnostik nach Schulterluxation empfehlen wir eine Kernspintomographie der Schulter, um das Ausmaß der Schädigung festzustellen. Besteht eine Schädigung des Gelenkpfannenrandes, sollte unbedingt eine arthroskopische Wiederanheftung erfolgen. Bei Ausbleiben der Operation muss mit einer chronischen Instabilität des Schultergelenks, mit immer wiederkehrenden Verrenkungen (habituelle Schulterluxationen) gerechnet werden.





Behandlung

Liegt eine Verletzung des Gelenkpfannenrandes, eine ausgeprägte Kapselverletzung oder eine Knorpel- oder Knochenbeteiligung vor, ist in der Regel ein operativer, meist arthroskopischer Eingriff notwendig. Hier werden mit Hilfe von kleinen Fadenankern, die in die Gelenkpfanne eingebracht werden, die Gelenklippe und die Kapsel wieder fixiert. Eine möglicherweise ausgeleierte Gelenkkapsel kann durch eine Laserbehandlung gestrafft werden (Kapselshrinking).








Nachbehandlung

Der Arm wird für drei Wochen in einem Gilchrist-Schlingen-Verband gelagert. In dieser Zeit darf eine passive Außenrotation bis 0° und eine passive Flexion bis 90° bei adduziertem Arm erfolgen. Nach drei Wochen wird der Verband entfernt und der Patient darf bei möglichem Bewegungsumfang Aktivitäten des täglichen Lebens durchführen. Mit Kräftigung der Muskulatur sollte erst nach sechs Wochen begonnen werden.


Komplikationen

Infektionen des Schultergelenks nach Arthroskopie sind ganz selten. Eine Schädigung des Nervus axillaris ist in der Regel schon beim Unfall oder bei der Reposition geschehen, aber fast nie bleibend. Mit einer Instabilität nach operativer Versorgung ist in seltenen Fällen trotzdem zu rechnen.


Arbeitsunfähigkeit     

Je nach Armbelastung im Beruf muss mit einer Arbeitsunfähigkeit von vier bis sechs Wochen gerechnet werden. Bei Patienten mit schwerer körperlicher Belastung im Beruf kann die Arbeitsunfähigkeit wesentlich länger sein.


Sport

Ob die praktizierte Sportart nach der dargestellten Operation noch weiter-betrieben werden sollte, muss im Einzelfall besprochen werden. In jedem Fall muss eine ausgedehnte krankengymnastische Beübung mit muskulärer Stabilisierung vorausgehen, um auch Überkopfsportarten und Wurfdisziplinen ohne Bedenken ausüben zu können. Mit der Wiederaufnahme des Sports ist erst nach fünf bis sechs Monaten zu rechnen.