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GEWIDA
Orthopädische Praxis
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Abnutzungserscheinungen der Bänder bekämpfen
Die Proliferationstherapie in Darmstadt bei GEWIDA
Die Proliferationstherapie wird bei durch Bandscheibenschäden verursachten Kreuzschmerzen sehr erfolgreich angewendet. Es handelt sich um eine Injektionsbehandlung an den kleinen Wirbelgelenken der Wirbelsäule. Die seitlichen Bänder der Zwischenwirbelräume und der kleinen Wirbelgelenke, die sich sehr tief im Rücken direkt an der Wirbelsäule befinden, verlieren durch die bei einem Bandscheibenschaden eingetretene Höhenminderung ihre Spannung und führen zu einer unphysiologischen Relativbewegung, eine Mikroinstabilität (Gefügelockerung genannt), die Schmerzen verursacht.

Ein operatives "Straffen" dieser Bänder bei der Mikroinstabilität ist nicht möglich. Ziel der Behandlung ist es, die gelockerten Strukturen wieder zu festigen. Im Falle eines Fortschreitens dieser Lockerung bis zu der unerwünschten Makroinstabilität muss die operative Versteifung des betroffenen Abschnitts der Wirbelsäule erwogen werden, dies gilt es jedoch möglichst zu vermeiden.

Das Verfahren wurde als so genannte „Sklerosierungstherapie“ 1870 von dem tschechischen Arzt Dvořák erfunden. Damals wurden zur Durchführung der Therapie keinerlei Schmerzmittel verwendet, es erfolgte lediglich eine mehrfache lokale Perforation des betroffenen Gewebes mit der Nadelspitze. Die Benutzung sklerosierender Lösungen wurde erst später und nur als Fakultativmaßnahme eingeführt.

Dr. med. Peter Smrz entwickelte die Sklerosierungstherapie dann zur Proliferationstherapie weiter.
Mit Hilfe von Spritzen werden an die kleinen Wirbelgelenke, z.B. der unteren Lendenwirbelsäule, Substanzen eingebracht, die durch ihr Verhalten einen denervierenden und straffenden Prozess der im Rahmen der Gefügelockerung ausgeleierten Gelenkkapsel auslösen. 

Die Behandlung erfolgt ohne Zusatz von Cortison. Die höchst wirkungsvollen Behandlungen beinhalten zur Unterstützung dieser Prozesse im Rahmen eines Umstimmungsverfahrens zusätzlich homöopathische Mittel.

Die Wirkungsweise der Proliferationstherapie

Durch das Einspritzen der cortisonfreien Substanzen wird eine entzündliche Reaktion eingeleitet, in deren Folge eine Denervierung sowie eine Schrumpfung des so erzielten Narbengewebes eintreten. Im Rahmen dieses Schrumpfungsprozesses werden auch die "ausgeleierten" Bänder und Gelenkkapseln gestrafft, die Gefügelockerung des betroffenen Wirbelsäulensegmentes reduziert und dadurch die vorhandenen Schmerzen meist deutlich gelindert.

Der Ablauf der Behandlung

Üblicherweise werden sechs Injektionen (Spritzen) an die kleinen Wirbelgelenke verabreicht. In akuten Fällen wird zur intensiven Wirksamkeit 2x/Woche, in chronischen, schleichenden Fällen 1x/Woche gespritzt. Nach einer Latenzzeit erfolgt eine Nachuntersuchung, in der die Wirkung überprüft wird und gegebenenfalls ergänzende Begleitmaßnahmen eingeleitet werden.

Was ist während der Behandlung zu beachten?

Bei der ersten, manchmal auch zweiten Behandlung treten gelegentlich stärkere örtliche Schmerzen auf. In diesem Fall sollten Sie einige Eiswürfel, in eine Plastiktüte eingepackt und z.B. mit einem Handtuch umwickelt, für circa 15-30 Minuten auf den Rücken legen, auf keinen Fall jedoch Wärme verwenden.

Wann merke ich die Wirkung der Proliferationstherapie?

Die Therapie braucht einen Zeitraum von circa drei Monaten, um zu wirken. Es handelt sich dabei um Stoffwechselvorgänge, die eingeleitet werden und diese benötigen Zeit. Nach Beendigung der Injektionsserie können bei Bedarf physikalische Maßnahmen zur Anwendung kommen. Ausprägte Dehnungsübungen und Rotationsbewegungen der unteren Lendenwirbelsäule sollten für den erwähnten Zeitraum von drei Monaten vermieden werden.

Aktive Stabilisierung des Behandlungserfolges

In der Regel ist im Anschluss ein gezielter Muskelaufbau sehr sinnvoll, im Einzelfall sogar zwingend erforderlich, um die schmerzhaften Folgen der Verschleiß bedingten, strukturellen Wirbelsäulenveränderungen und ihrer damit zwangsläufig einhergehenden Funktionsstörungen erfolgreich zu behandeln. Hier ist ein Analyse und Geräte gestütztes, aktives Wirbelsäulentraining der klassischen krankengymnastischen Übungstherapie deutlich überlegen, da nur hierdurch ein gezielter Muskelaufbau zur erforderlichen Wirbelsäulenaufrichtung und zusätzlichen muskulären Segmentstabilisierung erreicht werden kann. Der Erfolg der Proliferationstherapie wird hierdurch zusätzlich gefestigt und die Segmentstabilisierung auf Dauer aktiv und effektiv muskulär unterstützt.

Hierbei gehen die „passive“ (Stabilisierung der nicht trainierbaren Bänder durch die Proliferationstherapie) und „aktive“ (gezielte Kräftigung der trainierbaren wirbelsäulennahen Muskulatur) Behandlung der vorhandenen Segmentinstabilität ursachenorientiert Hand in Hand.


Umstimmungsverfahren

Das Umstimmungsverfahren ist ein therapeutisches Prinzip aus dem Bereich der Erfahrungsheilkunde. Der Patient erhält Substanzen, die die vegetative Reaktionslage beeinflussen bzw. die Immunität fördern sollen. Im Falle der Proliferationstherapie zusätzlich homöopathische Mittel.