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GEWIDA
Orthopädische Praxis
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Narconet Rhein-Neckar
Stoßwellentherapie: Eine Behandlung mittels Schalldruck
Die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) in Darmstadt bei GEWIDA

Das Wirkungsprinzip der Stoßwellentherapie

Überall im Alltag begegnen uns Stoßwellen. Beim Überschallknall eines Flugzeugs ebenso wie bei einem Sylvesterknaller. Physikalisch betrachtet sind Stoßwellen nichts anderes als besonders kurze Schallimpulse von sehr hoher Energie. Ihre Nutzung in der Medizin ist nicht neu. Die Stoßwellentherapie, ursprünglich für die Urologie entwickelt und dort seit Beginn der 80er Jahre erfolgreich eingesetzt, hat sich in den letzten Jahren auch bei der Behandlung von bestimmten orthopädischen Erkrankungen als grundsätzlich geeignet herausgestellt. Bereits 1991 wurde ein erfolgreicher Einsatz der Stoßwellentherapie bei Pseudarthrosen nachgewiesen. Im Verlauf der Zeit wurde die Anwendung der Stoßwellentherapie zunehmend auf orthopädische Indikationen erweitert.

Da die Stoßwellen von außen in den Körper einwirken, wird die Therapie mit Stoßwellen seither als "Extracorporale Stoßwellentherapie" (kurz: ESWT) bezeichnet.

Ebenso wie in der Urologie werden Schalldruckwellen erzeugt, die in der Tiefe des Körpers gebündelt werden. Die Energie der Stoßwelle breitet sich dabei nach dem Auftreffen im Gewebe gleichmäßig entweder radial oder gerichtet in die Tiefe aus. Die Verdichtung der Stoßwellen erzeugt dann durch rhythmische und wiederkehrende Anwendung ihren therapeutischen Effekt.
Die Wirkweise ist im Einzelnen wissenschaftlich noch nicht endgültig geklärt.
Biologische Effekte wie Förderung der Knochenheilung durch Stimulation der knochenbildenden Zellen und Unterstützung der Blutgefäßbildung mit Erhöhung des lokalen Stoffwechsels sind jedoch gesichert. Man geht davon aus, dass diese biologischen Effekte die Selbstheilungskräfte des Körpers in Gang setzen.

Mögliche Indikationen zur Stoßwellentherapie

Anerkannte Standardindikationen sind:

  • Kalkherde an der Schulter (Bursitis bzw. Tendinosis calcarea)
  • Tennisellenbogen (Epicondylitis humeri radialis)
  • Fersensporn (Plantarfasciitis)
  • Falschgelenkbildung (Pseudarthrose) nach Knochenbruch (in der Praxis eher selten)
Über diese Anwendungsbereiche hinaus kennen wir als Orthopäden eine große Zahl von Krankheiten, bei denen sich die Stoßwellentherapie in der Praxis in vielen Fällen sehr bewährt hat, ohne dass bisher ein streng wissenschaftlicher Wirksamkeitsnachweis geführt werden konnte.
  • Achillessehnenschmerzen (Achillodynie)
  • Schleimbeutelentzündung im Hüftgelenksbereich (Bursitis trochanterica)
  • Patella- (Kniescheiben-)spitzen-Syndrom
  • Triggerpunkte
  • „Golferellenbogen“ (Epicondylitis humeri ulnaris)

Dauer und Häufigkeit der Behandlung

In der Regel sind es drei bis fünf Behandlungen im Abstand von einer Woche.

Behandlungsablauf

Vor Beginn der Behandlung wird der Ort des Hauptschmerzes genau bestimmt und kennzeichnet.
Zur Behandlung wird der Patient in einer für ihn bequemen Position gelagert - am besten im Liegen. Dann wird der Schallkopf mit einem Kontaktgel genau am zuvor gekennzeichneten Ort der Störung platziert.
Besonderheit: Jeder Stoßwellenimpuls geht mit einem akustischen „Knall" einher. Erschrecken Sie nicht dabei!
Die ersten Impulse können schmerzhaft sein, da die Stoßwellen in der Regel auf entzündetes Gewebe treffen. Im Laufe der Behandlung nehmen die Beschwerden dann ab.
Je nach Indikation werden ca. 1200 bis 2000 Schallstöße mit einer Frequenz von zwei bis vier Stößen pro Sekunde abgefeuert. Die reine Behandlungszeit beträgt fünf bis zehn Minuten.

Kontraindikationen: Wann die Stoßwellentherapie nicht angwendet werden darf

  • Schwere entzündliche Prozesse
  • Infektionen, lokal oder des Knochens
  • Frische Verletzungen
  • Knochenbrüche im Behandlungsbereich
  • Knochenmetastase im Behandlungsbereich
  • Sehr schwere Osteoporose
  • Blutgerinnungsstörungen
  • Träger von Herzschrittmachern
  • Schwangere (Nebenwirkungen beim Ungeborenen),
  • Kinder und Jugendliche im Wachstumsalter (die Wirkung der Stoßwellen auf Wachstumsfugen der Knochen ist nicht ausreichend geklärt)

Nebenwirkungen der Stoßwellentherapie

Die Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) stellt eine nicht invasive und generell sehr komplikationsarme Behandlungsform dar. Schwerwiegende Nebenwirkungen sind nicht bekannt.
Vereinzelt kann es jedoch zu folgenden Nebenwirkungen kommen:

  • lokale, vorübergehende Hautrötung oder Schwellung
  • Schmerzen während der Behandlung
  • Schmerzen bzw. vorübergehende Beschwerdeverschlechterung für ein bis drei Wochen nach der Behandlung
  • Blutergüsse (Hämatome) in den Weichteilen